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action card / Die Aktionskarte
Eine Karte beim Texas Hold'em oder anderen Gemeinschaftskartenspielen wird als Aktionskarte bezeichnet, wenn sie, sobald sie aufgedeckt wird, beträchtliche Wetteinsätze nach sich zieht, da durch sie mehrere Spieler ihre Hand wesentlich verbessern. Ein Beispiel wäre ein Ass im Flop, während zwei Spieler gleichzeitig ein Ass auf der Hand halten.

bad beat / Der Bad Beat
Der Bad Beat ist ein subjektiver Ausdruck, der beim Pokern das Blatt eines Spielers bezeichnet, das trotz seiner anfänglich erscheinenden Dominanz die Runde verliert. Zumeist tritt er auf, wenn ein Spieler auf seine anfangs deutlich höher erscheinende Hand setzt, sein Gegenspieler lediglich den Einsatz mitgeht und am Ende den Pot abräumt. Es existiert keine allgemein gültige Definition unter Pokerspielern, was genau einen Bad Beat ausmacht. Oftmals gehen die Meinungen darüber auseinander, ob es sich bei einer Hand um einen Bad Beat gehandelt hat, oder nicht.

bottom end / Das untere Ende
Die niedrigste aller möglichen Straßen. Insbesondere bei Gemeinschaftskartenspielen. Ein Beispiel bei Texas Hold'em wäre, wenn ein Spieler mit den Karten 3-4 das untere Ende einer Straße in der Hand hält, während auf dem Tisch die Karten 5-6-7 liegen und gleichzeitig ein anderer Spieler mit 4-8 oder 8-9 eine höhere Straße hat.

buy-in / Der Einkauf
Die kleinste Menge an Chips, die „gekauft“ werden muss, um sich in ein Spiel (oder ein Turnier) einzukaufen. Gehen wir von einem Spiel aus, bei dem die Schritte, um die erhöht werden darf, vorher festgesetzt worden sind. Es existiert also ein „Fixed limit“. Wenn in einem solchen Spiel ein Limit von 4-8 Euro gesetzt worden ist, muss ein Spieler mindestens 40 Euro an Chips einkaufen. Dies ist gewöhnlich ein sehr viel kleinerer Betrag, als ihn der Durchschnittsspieler für eine gewisse Spielzeit benötigen würde, aber dennoch groß genug, um den Spieler einige Hände spielen zu lassen, ohne dass das Spiel durch ständige Chip-Einkäufe unterbrochen wird.

chip dumping / Das deponieren von Clips
Eine Art der betrügerischen Absprache, die gelegentlich bei einem Pokerturnier vorkommt. Vor allem ist dies in den frühen Runden der Fall. Zwei oder mehr Spieler entscheiden sich dazu, sehr früh im Spiel All-In zu gehen. Der Gewinner erhält einen großen Betrag an Chips, der seine Aussicht auf den Gesamtgewinn erheblich erhöht. Der letztendlich erzielte Gewinn wird zwischen den Betrügern aufgeteilt.

Cripple / Verkrüppeln, Lahm Legen, Lähmen
In einigen Gemeinschaftskartenspielen beutet to cripple the deck / den Kartenstapel verkrüppeln ein Blatt auf der Hand zu haben, das es den anderen Mitspieler unmöglich macht mitzuhalten. Ein Beispiel bei Texas Hold'em wäre eine Hand mit A-T bei einem Flop von A-A-T. In diesem Falle ist es unwahrscheinlich, dass Sie damit viel Geld machen. Sie hätten damit „den Kartenstapel verkrüppelt / lahm gelegt“.

Cutoff / Der Cutoff
Der unmittelbar zur Rechten des Dealers sitzende Spieler. In privaten Spielen, in denen der Dealer die Karten mischt und austeilt, hebt der Spieler, der den Cutoff repräsentiert, die Karten ab (der Name stammt vom englischen Ausdruck 'to cut the cards' = abheben).

dominated hand / Die dominierte Hand
Eine Hand, bei der es sich separat betrachtet um eine sehr gute handelt, die eine konkrete andere Hand jedoch nicht schlagen wird. Diese Bezeichnung ist beim Texas Hold'em am Gebräuchlichsten. Eine A-Q-Kombination ist beispielsweise in der Regel eine gute Hand. Sie wird jedoch durch die Kombination A-K dominiert. Dies ist der Fall, da, wann auch immer die erst genannte Kartenkombination eine gute Hand bildet, es noch wahrscheinlicher ist, dass letztere eine noch bessere erhält.

equity / Der Marktwert
Der mathematisch errechnete Wert des gegenwärtigen Deals, der einem Spieler zusteht. Er errechnet sich aus der Multiplikation des im Pot befindlichen Geldbetrags mit der Wahrscheinlichkeit des Spielgewinns. Ist der Pot beispielsweise mit derzeit 100 Euro gefüllt und Sie eine Gewinnchance von eins zu vier aufweisen, beträgt Ihr Marktwert im Pot 25 Euro. Besteht die Aussicht auf einen Split, addiert sich zum Marktwert zusätzlich die Multiplikation aus der Wahrscheinlichkeit, diesen Split zu gewinnen und der Splitgröße; wenn der Pot beispielsweise mit 100 Euro gefüllt ist, Ihre Gewinnchance ein Viertel beträgt und Ihre Chance, einen Split von 50 Euro zu erhalten, bei einem Fünftel liegt, summiert sich Ihr Marktwert auf 25  Euro + 10 Euro = 35 Euro.

Float / Das Gleiten
Das Floaten bezeichnet einen Einsatz, der getätigt wurde, um den Pot später abzuräumen. Es ähnelt einem geblufften Call oder einem geblufften Slowplay (ein bedächtiges Spiel, um ein gutes Blatt zu verschleiern). Beispielsweise bezahlen Sie wiederholt den zu bringenden Einsatz auf den Flop, in der Hoffnung darauf, dass derjenige, der den Einsatz erhöht hat, seine nicht verbesserte Ass-König-Kombination aufgibt und nicht mehr weiter erhöht. Hierauf machen Sie Ihren Einsatz und nehmen dem Preflop-Aggressor mit etwas Glück den Pot ab. Wir gleiten also über den Flop-Einsatz des anderen und suchen nach einer Möglichkeit, den Pot an uns zu nehmen.

Freeroll / Die Freeroll

  • Ein Turnier, bei dem keine Teilnahmegebühr verlangt wird.
  • Wenn man beim Poker eine bestimmte Hand spielt, handelt es sich bei der Freeroll um eine Situation, die vor dem Austeilen der letzten Karte auftritt (normalerweise sind zu diesem Zeitpunkt nur noch zwei Spieler im Spiel). Einer der Spieler wird sich dabei, unabhängig davon, welche Karten noch aufgedeckt werden, mit Sicherheit mit seinem Gegenspieler den Pot teilen (Split-Pot). Er hat jedoch gleichzeitig noch die Chance, beim Verteilen einiger bestimmter Karten den gesamten Pot zu gewinnen. Zumeist tritt die Freeroll bei einem High-Low-Split-Spiel auf. (Ein High-Low-Split-Spiel ist ein Split-Pot Spiel mit einer Wertungsvariante, bei der sich die hohe Hand den Pot mit der niedrigen Hand teilt).
  • high-low, high-low split / Hoch-Niedrig, Hoch-Niedrig Split
    Beim traditionellen Poker gewinnt der Spieler mit der traditionell besten Hand den gesamten Pot. Bei Lowball-Varianten geht der Pot an den Spieler mit der niedrigsten Hand. Dies kann auf unterschiedliche Art und Weise geschehen (siehe auch Low Hand (Poker)). Bei High-Low Split Spielen wird der Pot zwischen dem Spieler mit der traditionell besten Hand (er wird die High-Hand genannt) und dem Spieler mit der niedrigen Hand aufgeteilt.

    H.O.R.S.E. / Eine gemischte Pokervariante
    Eine Pokervariante, die gewöhnlich an jenen Tischen eines Kasinos gespielt wird, an denen es um hohe Einsätze geht. Es werden dabei abwechselnd folgende  Pokervarianten gespielt:

        * Texas Hold 'em,
        * Omaha 8 oder höher,
        * Razz,
        * Seven Card Stud und
        * Seven Card Stud 8 oder höher.

    implied odds, implied pot odds / Implizierte Chancen, implizierte Pot Odds
    Sie werden wie die Pot Odds berechnet, ziehen jedoch auch die noch zu erwartenden Wetteinsatze mit in Betracht. Implizierte Chancen werden dann berechnet, wenn der Spieler aussteigen würde, wenn er seine Hand in der nächsten Runde nicht verbessert hat. Er verliert hierbei keine zusätzlichen Wetteinsätze, gewinnt jedoch zusätzliche Wetteinsätze, falls er sein Blatt verbessert.

    Joker / Der Joker
    Die dreiundfünfzigste Karte eines Spiels. Sie wird zumeist in Draw Games verwendet. Der Joker kann einerseits als Ass verwendet werden. Andererseits kann er jedoch diejenige Karte repräsentieren, die noch dazu benötigt wird, um in hohen Spielen eine Straße oder einen Flush zu erhalten. Als drittes kann er bei einem Lowball-Spiel als die niedrigste Karte fungieren, die dem Spieler noch fehlt.

    Kicker / Die Beikarte
    Der Kicker wird auch als Beikarte bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine Karte, die nichts zum eigentlichen Wert einer Pokerhand beiträgt. Sie ist jedoch der entscheidende Faktor, wenn es darum geht, gleichrangige Hände zu unterscheiden. Beispielsweise zählt die Hand Q-Q-10-5-2 als Dame-Pärchen. Die 10, 5 und 2 sind die Beikarten.

    live cards / Noch nicht aufgedeckte Karten in Stud Spielen
    Bei Live Cards handelt es sich um die noch nicht aufgedeckten Karten in Stud Spielen. Diese Karten können Ihre Hand noch verbessern und gehören nicht zu den schon aufgedeckten Karten der Spieler. Sie stehen Ihnen deshalb voraussichtlich noch zur Verfügung. Bei Spielen wie dem Texas Hold'em gehören „Live Cards“ zur Hand eines Spielers, wenn sie mit irgendeiner Karte auf dem Tisch zusammen passen und das dem Spieler einen Vorteil gegenüber seinem Gegner bringt. Gewöhnlich wird der Ausdruck für eine schwache Hand benutzt, die dennoch von keiner anderen dominiert wird.

    Outs / Karten, die einem Spieler helfen, seine Hand zu verbessern
    Ein Out ist eine noch nicht aufgedeckte Karte, die, sobald sie aufgedeckt wird, sowohl das Blatt als auch die Gewinnchancen eines Spielers drastisch verbessert. Es ist ein wichtiger Teil der Pokerstrategie, die Anzahl der Outs eines Spieler zu kennen.

    pot odds / Die Pott-Chancen
    Beim Poker handelt es sich bei den Pott Odds um das Verhältnis der gegenwärtigen Potgröße zu den Kosten eines zu bringenden Einsatzes. Anders ausgedrückt: Falls sich 100 Euro im Pot befinden und ein Spieler 10 Euro setzen müsste um im Spiel zu bleiben, betragen die Pot Odds 100-zu-10 oder 10-zu-1 (gewöhnlich wird es als 10:1 formuliert).

    Pre-flop / Vor dem Flop
    Bei Spielen mit einem Flop handelt es sich beim Pre-Flop um die Zeitspanne, in der die Spieler bereits ihre eigenen Karten erhalten haben, der Flop jedoch noch nicht aufgedeckt wurde. Es handelt sich außerdem um die erste Wettrunde.

    qualifier, qualifying low / Der Qualifikant, sich niedrig qualifizieren
    Der Qualifikant ist eine sich qualifizierende niedrige Hand. High-Low Split Spiele setzen für den Gewinn der unteren Pothälfte oft einen Mindestwert für eine Hand voraus. Beispielsweise die 8-High. Bei einigen privaten Spielen gibt es auch für hohe Hände Qualifier: „Seven Stud, Trips-Eight“.

    Rake / Die Umsatzbeteiligung des Kasinos
    Beim Rake handelt es sich um die gestaffelte Umsatzbeteiligung eines Kasinos am Pokerspiel. Gewöhnlich sind dies 5 bis 10 Prozent eines jeden Pots. Der Rake wird durch einen Höchstbetrag begrenzt. Dieser Prozentsatz ist jedoch meist nicht die einzige Gebühr. Es gibt noch andere Wege, mit denen sich die Kasino ihre Umsatzbeteiligung sichern. Einige Kasinos verlangen keine prozentuale Beteiligung von Gemeinschaftskartenspielen wie dem Texas Hold'em, wenn es keinen Flop gibt. Man nennt dies „no flop, no drop“.

    scare card / Die Angstkarte
    Eine Karte, die aufgedeckt ausgeteilt wird (entweder einem Spieler bei einem Spiel wie Stud oder auf den Tisch in einem Gemeinschaftskartenspiel) und jemanden ein starkes Blatt in die Hand geben könnte. Beim Pik Buben handelte es sich um eine Angstkarte, weil durch ihn sowohl Flushes als auch Straßen möglich wurden.

    shootout / Ein Turnier, bei dem immer nur der Erste eines Tisches weiterkommt
    Ein Turnierformat beim Poker, bei dem der letzte am Tisch verbleibende Spieler gegen die letzten Spieler anderer Tische weiterspielt. Jeder Tisch spielt unabhängig von den anderen Tischen. Es gibt daher keine Ausgeglichenheit darüber, welche Spieler eliminiert werden. Dieses Format ist bei den in Europa übertragenen Pokersendungen wie dem Late Night Poker besonders populär.

    slow play / Das langsame und bedächtige Spiel
    Das langsame Spiel (es wird auch mit sandbagging oder trapping bezeichnet) ist eine täuschende Pokerstrategie. Es ist das ungefähre Gegenteil des Bluffens: man tätigt bei einer starken Hand nur geringe Wetteinsätze, anstatt wie beim Bluffen bei einer schwachen Hand aggressiv zu erhöhen.

    slow roll / Das langsame Aufdecken
    Beim Slow Roll verzögert oder umgeht man das Aufdecken der eigenen Karten beim Showdown. Man zwingt andere Spieler somit dazu, ihre Hände zuerst zu zeigen. Geschieht dies, während man ein gutes Blatt in der Hand hält, mit dem man den Pot vielleicht gewinnen könnte, wird dies als ein Mangel an Anstand angesehen, da es anderen Spielern oftmals ein „falsches Siegesbewusstsein“ vermittelt, bis der Slow Roller seine Karten zeigt.

    Stud / Der Stud
    Stud Poker umfasst eine Anzahl von Pokervarianten, bei denen die Spieler während verschiedener Einsatzrunden eine Mischung aus aufgedeckten und verdeckten Karten erhalten. Außerdem gibt es bei Stud-Spielen in aller Regel keine festen Positionen. Dies bedeutet, dass der Spieler, der zu Anfang einer jeden Runde den Einsatz tätigt von Runde zu Runde wechselt. Gewöhnlich ist es derjenige Spieler, dessen aufgedeckte Karten im gegenwärtigen Spiel die beste Hand ergeben. Die Karten, die den Spielern verdeckt ausgeteilt werden, nennt man Hole Cards. Hieraus ist die englische Redewendung „ace in the hole“ entstanden. Sie suggeriert, dass jemand etwas Wertvolles besitzt, das den Augen aller anderen verborgen bleibt.

    Tell / Die ungeschickte Aktion
    Ein Tell beim Pokern bedeutet, dass sich das Verhalten oder Gebahren eines Spielers merklich verändert, so dass man daraus Rückschlüsse auf die Wertigkeit seiner Hände ziehen kann. Man kann Vorteile daraus ziehen, wenn man andere Spieler gut beobachtet und sich darauf versteht, ihre Tells richtig zu deuten. Dies ist vor allem der Fall, wenn diese unterbewusst und zuverlässig von Statten gehen.  Gelegentlich werden Tells vorgetäuscht, um die Gegenspieler dazu zu verleiten falsche Rückschlüsse aus den vorgetäuschten Tells zu ziehen.

    three bet, three betting, 3-bet, 3bet / Die dritte Erhöhung einer Runde
    Man nennt so den Spieler, der innerhalb einer Runde das dritte Mal erhöht. Wenn beispielsweise Bob mit 10 Euro eröffnet und Mary auf 20 Euro erhöht, handelt es sich um den „Three Bet“ - die dritte Erhöhung –, wenn Ted ein weiteres Mal auf 30 Euro erhöht.

    three of a kind / Der Drilling
    Eine Pokerhand mit drei Karten derselben Wertigkeit und zwei nicht übereinstimmenden Karten, wie beispielsweise 2♦ 2♠ 2♣ K♠ 6♥.

    underdog / Der Außenseiter
    Als Underdog – oder auch Außenseiter – bezeichnet man den Spieler, der vergleichen mit einem Gegenspieler die geringeren Aussichten auf den Gewinn besitzt. Der Ausdruck Underdog wird häufig dann benutzt, wenn Angaben über die tatsächlichen Gewinnchancen gemacht werden. Harry könnte geblufft haben. Wenn er aber wirklich den König hat, wäre meine Hand ein 4:1-Außenseiter. Aus diesem Grund bin ich ausgestiegen.

    Up / Die Höherwertigkeit
    Falls damit die Wertigkeit der Karten einer Pokerhand beschrieben werden soll, bezieht sich der Ausdruck auf zwei Pärchen, von denen das benannte Pärchen das höherwertige ist. Beispielsweise nennt man eine Hand aus QQ885 „Queens up“ - das Damenpärchen dominiert das Achterpärchen.

     

     
     
         
           

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